Sammlung kanadischer Eigenheiten

Dieser Eintrag soll mir als kleiner Notizblock fuer alle Auffaelligkeiten im zweitgroessten Land der Erde dienen, in dem ich Dinge festhalte die mir aufgefallen sind. Wahrscheinlich sind es zu Beginn mehr Dinge, an die ich mich am Ende wahrscheinlich gewoehnen werde. Deshalb halte ich sie hier fest.

Direkt auf meinem Balkon

Polizeischutz auf Baustellen
Eine Sache die einem in Toronto auffaellt ist, dass jede Baustelle auf der Strasse mindestens von einem oder zwei Polizisten bewacht wird. Auf Nachfrage wurde mir bestaetigt, dass dies zum Diebstahlschutz ist. Scheinbar kommt es haeufig vor, dass den Bauarbeitern die Rohre geklaut werden, wenn sie gerade im Loch buddeln.

Bezahlen fuer eingehende Anrufe
Eigentlich hatte ich vor, mir fuer meine Zeit in Toronto eine Prepaid Karte fuer mein Handy zu besorgen, um den horrenden Roaming Gebuehren meines dt. Handyanbieters zu entgehen. Nachdem ich am Wochenende die Laeden der groessten Mobilfunkanbieter abgeklappert habe bin ich da noch am zweifeln, ob ich hier fuendig werde. Erstmal hat nicht jeder Anbieter eine Prepaidkarte ohne Telefon im Angebot und die die eine haben, wollen auch noch, dass ich fuer eingehende Gespraeche – egal ob In- oder Ausland – bezahle. Wenn ich kostenlose eingehende Gespraeche haben moechte, dann koennte ich Option B nehmen. Da bezahle ich dann 1 CAD Tagesmindestumsatz, egal ob ich telefoniere oder nicht. 30 CAD pro Monat nur damit ich hier „kostenlos“ angerufen werden kann, ist mir zu fett. Also weitersuchen.
UPDATE: Weitersuchen bringt nichts. Ist bei allen Anbietern das gleiche. Hier lohnt sich mobil telefonieren nur wenn man laenger bleibt, oder nicht schon wie ich einen Vertrag an der Backe hat. Dann ist man mit ca. 30 CAD pro Monat dabei und bezahlt zwischen 20 – 30 Cent pro Minute (fuer ein-und ausgehende Anrufe) bis hin zu Flatrates wenn man laengere Vertraege abschliesst.

Kaffee = Bier = Koelsch
Was haben kanadisches Bier und Kaffee mit Koelsch gemeinsam: von beiden kann man literweise trinken ohne betrunken oder wach zu werden. Zumindestens die Defaultvariante beider Getraenke kommt mir als Auslaender etwas duenner als bei uns vor. Nun ja, bei meiner morgentlichen Kaffeebestellung, ordere ich jetzt immer den staerksten den Sie haben, das passt dann.

Das kanadische Kleingeldproblem – oder „you got some change man?“
Was passiert wenn man sich taeglich ca. 2 Kaffee kauft, Mittagessen geht und vielleicht noch mal jeden zweiten Tag was einkaufen geht und sein Kleingeld in der Hosentasche traegt? Man bringt ca. 5 Kilo mehr auf die Wage, was aber nicht am kanadischen Fastfood liegt 😉 Innerhalb von einer Woche sammelt sich hier dermassen viel Kleingeld an, dass einem die Hose rutscht. Heute habe ich die Bedienung in meiner Lieblingskaffeekette „Second Cup“ gefragt, warum in aller Welt ein Kaffee bei denen 3.02 CAD kostet? Warum nicht 2.99 CAD oder 3.00 CAD? Sind wohl die Steuern dranschuld, da alle ausgeschilderten Preise netto sind und man die Steuern noch draufrechnen muss. Kann man da nicht trotzdem Preise so gestalten, dass sie beim bezahlen praktischer sind? Wer weiss…
Auf jeden Fall sehen die netto Preise so aus wie man es sich wuenscht, nur bekommt man beim bezahlen wie gesagt immer eine Hand voll Muenzen gewechselt, so dass sich an jeder Kasse in diesem Land ein Napf befindet, in dem man sich seines Kleingeldes entledigen kann. Ich sammle lieber noch ein bisschen und werfe mein Kleingeld dann lieber in den Automaten beim Supermarkt um die Ecke und geh dafuer einkaufen.

Linienverkehr neu definiert
Bisher war ich jeden Tag zwischen 7-8Uhr im Buro, nur heute kam ich erst gegen 9Uhr aus den Federn. Das wurde auch promt mit einer prall gefuellten Strassenbahn „Streetcar“ quittiert. Auf halber Strecke endete dann die Fahrt apprupt mit den Worten des Strassenbahnfahrers „we have a situation infront of us. I would recommend walking…“ – also stieg ich aus. Was man in der Bahn allerdings noch nicht sehen konnte war, dass sich vor uns mittlerweile ca. mehr als 10 Strassenbahnen an einander gereiht hatten. Das sah lustig aus, ich schoss schnell dieses Foto und holte mir einen Kaffee auf dem Weg ins Buro.

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