Vorschriften im Verfassungsschutzgesetz NRW zur
Online-Durchsuchung und zur Aufklärung des Internet nichtig
Das finde ich gut…Lest selbst…
Vorschriften im Verfassungsschutzgesetz NRW zur
Online-Durchsuchung und zur Aufklärung des Internet nichtig
Das finde ich gut…Lest selbst…
…hach ja das Eaton Centre….da waer ich gern dabei gewesen
Es geht auf die letzten 2 Wochen Toronto zu und ich hab mir vorgenommen in diesem Eintrag mal die Dinge zusammen zu schreiben, die in irgendeiner Weise einen Eindruck auf mich gemacht haben.
Rockmusik

Eine Sache die mir mit der Zeit aufgefallen ist, ist die Leidenschaft der Leute hier fuer Rockmusik. Im Sommer werden hier riesige Buehnen in der Stadt aufgebaut und da spielen einfach mal lokale und nationale Rock/Emo/Alternative Groessen wie Billy Talent, Alexis on Fire, Finger Eleven neben Popkram wie Fergy und Avril Lavigne. Das muss man sich mal vorstellen: selbst Silvester spielt bei uns maximal Phil Colins oder U2 vorm Brandenburger Tor, meist aber irgendwelcher Radiopopmist in der Oeffentlichkeit und verlangt uns ungeniert audiophile Schmerzfreiheit ab. Hier fand ich die Welt in Ordnung, mit handgemachter Musik, laut, viel und Bier
Streetcars
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Streetcars – bei uns Strassenbahnen.
Kurz gesagt: kein Fahrplaene und wenn eine kam dann meist ueberfuellt. Sehr oft habe ich vier davon direkt hintereinander verpasst und nach 20 Minuten warten dann die naechste ueberfuellte genommen.
Der Vorteil: wenn man krank werden will, dann ist die Chance sich so eine Richtig moerderische Grippe einzufangen, dort am groessten
Kaffee

“Der teure ist ok, der normale wie Tee”
Also alles was sich Regular Coffee nennt und aus den grossen 3-4 Liter “Tanks” kommt, schmeckt irgendwie nur halb so geil und irgendwie anders als das was bei Oma zum Kaffeetrinken auf den Tisch kommt. Bestellt man allerdings nen Latte Machiato der mit Espresso zubereitet wurde ist die Welt in Ordnung. Aber ich glaube das ist nicht nur ein kanadisches sondern ein nordamerikanisches Problem. Das war vor 5 Jahren in den USA aehnlich.
Grippe
Grippe ist hier etwas auf das man verzichten kann. Was ich bisher daheim als 1-2 Tage anhaltende Arbeitspause kannte, zeigte sich hier als 6 taegige Ganzkoerperlaehmung mit 2 woechigem Nachhall.
Naechstes mal Grippeimpfung!
Autos
…haben Leute die im Zentrum wohnen keine. Braucht hier auch keiner. Man steht damit nur im Stau, zahlt 20 CAD Parkhausgebuehr pro Tag und ist konstant langsamer als die UBahn. Stattdessen werden hier Konzepte wie “Auto-Share” genutzt, wo man gegen eine Monatsmiete Zugriff auf ein Auto hat, was man sich mit anderen teilt…oder halt Taxis…
Taxis
…gibts wie Sand am Meer so lange man sich in der “Downtown”ish area aufhaelt und sie werden auch fuer alles genutzt – besonders zu einkaufen. Rueckblickend muss ich sagen, dass Taxis relativ guenstig sind. Eine vergleichbare Fahrt von Jena-Zentrum nach Winzerla kostet 10 CAD, das sind ca. 7 EUR. Deshalb hab ichs mir auch mal gegoennt und meinen Partyeinkauf mit dem Taxi gemacht
Kanadier…
…findet man in Toronto nur zu ca. 47 Prozent. Der Rest kommt aus aller Welt und aus Jena. Ich fand es in der ganzen Zeit sehr angenehm. “There’s no racism…we just get along with eachother…” erzaehlt der Busfahrer. So war auch mein Eindruck. Es gibt natuerlich auch Ecken, die man in Toronto meiden sollte, aber wenn man zentral wohnt, muss man dafuer erstmal ne halbe Stunde fahren….macht man also nicht.
Fernsehen
…was bei uns Kabelfernsehen und Telekom ist, ist hier Rogers. Die meisten haben ein Komplettpaket mit TV, Telefon und Internet und wie bei uns kommt im TV nur Schrott, aber auf englisch. Gesamtlaufzeit nach 4 Monaten: 4 Stunden…ungefaehr
Essen

In Toronto Essen gehen fetzt. Man kann hier Wochen lang jeden Tag was neues Entdecken. Mein Favorit bisher: Korean Barbeque Queenstreet West. Kurz beschrieben ist jeder Tisch ein Gasherd mit Grill-Loch in der Mitte. Je nach Menu wird diese angeschmissen und man bruzelt dann gemuetlich sein Fleisch. Da wir Hektiker sind und nie Zeit haben, haben wir das nie gemacht, sondern immer nur die Lunch-Combos genommen. Das ist dann Fleisch in Holzboxen mit Reis und schoenen scharfen Sossen.
… und sonst so: Sushi-Bars waren auch sehr schick: leider reicht mir Sushi einmal im Monat. Hamburger in Restaurants: sehr zu empfehlen. Steaks: Der Wahnsinn.
Kredit und Karten
…eines der am haeufigsten von mir losgetretenen Diskussionen: Das Leben auf Pump. Alles begann damit wie ich mich fragte, wie zur Hoelle sich hier Leute 40qm Wohnungen fuer 300.000 CAD kaufen oder fuer > 2000 CAD pro Monat mieten koennen. Diese piekfeinen aus dem Boden gestampften Hochhaeuser, werden hier bei Kauf als Condominium “Condo” oder bei Miete als Appartment bezeichnet. Waerend fuer mich meine Kreditkarte nur eine weitere Form des Zugriffs auf das Geld AUF meinem Konto ist, wird die Kreditkarte hier wirklich mit Vorlieb dazu genutzt Schulden zu machen.
“I just pay the minimum rate of 50$…” “Wie jetzt”
war meine Reaktion. Wenn Leute hier was mit Kreditkarte bezahlen, dann kommt die Rechnung am Monatsende. Anstatt aber den kompletten Betrag zu bezahlen, kann man auch jeden Monat nur 50$ bezahlen. Das ist natuerlich sehr praktisch, da eigentlich jeder 50$ hat. Komischerweise denkt hier kaum einer daran, dass sich im Hintergrund schoen die Schulden aufbauen, plus Zinsen an die Bank.
Dies wurde mir von sovielen Leuten bestaetigt, dass ich mich frage wie das geht. Wie es geht wurde mir dann auch erzaehlt. Wenn die erste Bank die Kreditkarte sperrt, weil nicht mehr zurueckgezahlt wird, dann wird einfach bei der naechsten Bank angeklopft, und das gleiche Spiel geht von vorn los. Menschen sind oft mit 30 Jahren mit tausenden Dollarn verschuldet…und das oft nicht, weil es nicht anders geht oder unglueckliche Umstaende es nicht anders zulassen, sondern aus Konsumrausch und Kurzsichtigkeit.
Nun ja, ist halt einiges bissl anders hier.
Rauchfreie Bars, Clubs und Restaurants…
…gibt es hier
Wovor daheim alle Angst haben ist hier an der Tagesordnung und funktioniert ohne Diskussion. Raucher talken vergnuegt im Freien, Nichtraucher stinken nicht mehr und alle sind gluecklich.
Trinkgeld,

10-15%, eher 15% sollten es schon sein, wenn man nicht absichtlich unhoeflich sein will. Da das Grundgehalt vieler Angestellten in Restaurants fast unter dem Grundgehalt von ca. 5-6 CAD liegt, macht das Trinkgeld einen Teil des Einkommens aus. Ist dann auch lustig, wenn man von nach Deutschland gereisten Kanadiern verwundert berichtet bekommt, dass sie schief angeschaut wurden, als sie beim Bier bestellen Trinkgeld geben wollen
Nachsynchronisierte Filme
Ist hier nicht sehr anerkannt. Wir Deutschen sind es ja gewohnt, dass so ziemlich jeder auslaendische Streifen sehr professionell ins Deutsche synchronisiert wird. In diesem Punkt haben wir mit den Kanadiern nichts gemeinsam. Hier bevorzugt man es jeden nicht englisch- oder franzoesischsprachigen Film in Originalsprache mit Untertitel zu sehen. Das ist nicht nur so, sondern das sagen die Leute auch so. Ich fands nach etwas Eingewoehnung auch klasse und hab franzoesische, spanische und sogar einen rumaenischen Film mit engl. Untertitel geschaut. Es wirkt alles wesentlich echter.
….aber kurz gesagt: Unterschiede und Besonderheit gibt es ueberall und ohne Zweifel waren das verdammt schoene 4 Monate Lebenserfahrung.
ich wuensche euch allen ein gesundes neues jahr mit viel gesundheit, kreativen neuen ideen und vielen positiven ueberraschungen.
in den letzten wochen war es ja hier ruhig, aber das war nur die schreibfaulheit. langweilig wars mir aber ganz und gar nicht , was ich jetzt hier mal der reihe nach festhalten will.
in der firma gabs neben einem stressigen weihnachtsgeschaeft auch ein paar lichtblicke. ich war zum zweiten mal beim “Fooseball Cup” dabei und hab es sogar mal wieder bis in die zweite runde geschafft, was haben nichts heisst ![]()


in der gleichen woche wurde ich nach einem spontanen gespraech in einem meiner lieblings-cafes im “Tequilla Bookworm” von kiera auf eine party eingeladen. dort wurde der geburtstag von erin bei kate gefeiert und wie es der zufall so wollte, landeten wir nach einer herrlichen kaeseplatte einem der wenigen tanzschuppen die ich bisher so kenne. im “751″ in der queenstreet gabs electro und auch das hab ich so noch nicht gesehen…der dj hatte nur einen ipod…das wars…das fand ich jut, dit jefaellt ma und dit jing ab. den leuten und uns wars egal, weil musik kam auch ohne plattenteller aus den boxen. der zufall meinte es an diesem abend ein weiteres mal gut mit mir, als dann auch noch mein griechischer kollege und musikliebhaber Garry stark angeheitert neben mir auf der tanzflaeche abging. ich fragte mich nur, warum zur hoelle trafen wir uns genau in diesem laden, dessen tanzflaeche kleiner als die des rosenkellers ist und wo es doch 10 mio. andere locations in toronto gibt…?
diese wochenenden wurden die darauffolgenden wochenenden wiederholt und so lernte ich noch weitere nette laeden in toronto kennen, in die ich sonst wahrscheinlich garnicht gekommen waere.


das naechste highlight war dann natuerlich weihnachten und der letzte arbeitstag vor meinem urlaub: die weihnachtsfeier.
in einer kleinen schmucken location namens “one up lounge”, die mit 50 leuten kuschelig voll wirkt, haben wir mit der firma das vergangene jahr begossen und gefeiert. das war mit abstand die tollste weihnachtsfeier die ich erlebt habe. es wurde getanzt, gesmalltalked und auch ernsthaft geredet und man hat unsere multikultimanschaft mal von einer ganz anderen seite kennengelernt. da soll mal einer sagen it-people sind langweilig…das sind alles durchgeknallte chaoten die auf jeden fall verstehen party zu machen. leider war es gegen 12uhr schon zu ende, weshalb scott und ich auf die dumme idee kamen, uns noch im 751 ein bier zu genehmigen….dumme idee, wie ich am naechsten morgen feststellte, als ich 15uhr wieder aufwachte….zum glueck hatte ich ja urlaub… ![]()


weihnachten wurde entspannt bei sirkos familie verbracht, mit dresdner stollen, kirche mit krippenspiel auf kanadisch, geschenken am 25. und weihnachtsente…fast wie daheim. hinzuzufuegen ist: wir hatten weisse weihnachten! interessant war auch mein vorheriger abstecher im spielzeug geschaeft…ich habe noch nie ein spielzeugladen mit leergekauften regalen gesehen…krass.
die restlichen tage bis weihnachten hab ich neben schlafen, kaffeetrinken, schlafen..und kaffeetrinken nicht viel gemacht.
DOCH! Freitag 28.12…ich hatte es bereits angekuendigt…das highlight: Billy Talent in der Phoenix Concert Hall. Dadurch, dass Scott’s Frau Brenda bei der “Multiple Sclerose Society Toronto” arbeitet und der BT Drummer Aaron daran erkrankt ist, kamen wir in den genuss von VIP-Paessen fuer dieses Benefizkonzert. Fuer mich VIP Premiere ueberhaupt lernte schnell was das eigentlich heisst: d.h. man sitzt oben in einer art loge, hat sitzplaetze mit tisch und einen freien blick auf die buehne und haengt neben freunden und familie der band rum und trifft z.B. auch mal bassisten von Sum41, die neben einem stehen. waerend des konzertes hab ichs mir natuerlich nicht nehmen lassen mich trotzdem nach vorn zu boxen und mir BT kurz hinter der moshcrowd anzuschauen, weil rockbands fetzen nun mal nicht im sitzen…der einzige nachteil von VIP plaetzen ![]()
kurz zusammengefasst: der hammer! eine meiner lieblingsband schlechthin und dann auch noch in einem club der groesse des Kassa in jena. das i-tuepfelchen war dann die “aftershow party”, zu der man – wie sollte es anders sein – natuerlich nur mit diesem VIP-baendchen reinkam. nachdem der saal also leer war, waren wir mit den ganzen anderen friends and fellows von bt in einem kleineren saal und spielten billard, laberten dumm rum und bestellten uns zusammen mit den billy talent jungs bier. eine total abgefahrene situation. und ausserdem: billy gitarristen bezahlen sogar ihr bier selbst…mit echtem geld…
danach gingen wir gegen 1uhr heim und ich fuehlte mich kurzzeitig wie mit 14 jahren zum h-blockx konzert im jenaer volkshaus ![]()



dann war auf einmal silvester und fast haette ichs vergessen. wie ich einigen schon berichtet habe, war das fuer mich das erste silvester ohne dass ich eine einzige rakete oder einen knaller gehoert habe. feuerwerk ist zu silvester absolut unueblich, was einen europaer natuerlich denken laesst, er ist im falschen film. in geschaeften gibt es nicht mal feuerwerk zu kaufen und einige sagen sogar es ist nicht erlaubt. stattdessen feuerwerken die kanadier lieber im sommer zum victoria day . das macht hier auch durchaus sinn, denn es ist im winter schweinekalt und da wuerde kein kanadier auch nur auf die idee kommen, den fuss ins freie zu setzen oder die handschuhe auszuziehen. es gab in der city zwar ein grosses offizielles feuerwerk so wie man es kennt, aber privatleute haben das nicht gemacht.
ich fand das toll, denn wir waren eh in einem club namens Lee’s Palace und haben uns “The Golden Dogs” angeschaut, ganz ohne krieg wie man das von daheim an silvester kennt. nachdem wir uns alle umarmt und ein happy new year gewuenscht hatten und die band gegen 2uhr leider fertig war wurde ich von scott’s freunden (der hatte sich mit brenda schon 2h eher verduennisiert) auf eine privatparty eingeladen. es stellte sich heraus, dass es ein schwieriges unterfangen war um diese zeit ein taxi zu nehmen. entweder waren sie schon voll, es wurde einem vor der nase weggeschnappt, oder taxifahrer waren so dreisst 30$ fuer eine 6$ taxifahrt zu verlangen. nunja letztendlich kamen wir doch an und es war ein netter ausklang beim tanzen im wohnzimmer von – ich glaube – Julia und friends.
fazit des abends: ich hatte von der weihnachtsfeier gelernt und blieb den abend nur bei bier, war gegen 4:30uhr wieder daheim und hatte mein namensgedaechtnis mal wieder bis aufs aeusserste strapaziert. scheinbar war es der kanadische kaffee den wir vorm ausgehen getrunken hatten oder das letzte guiness das ich vorm heimmarsch getrunken habe, aber aus irgendeinem grund hab ich nach knapp 5h schlaf einfach damit aufgehoert und war ploetzlich ein bissl zu wach um muede zu sein. naja nun sitz ich hier und schreibe das vergangene jahr im neuen jahr runter.


nu ist schluss damit, wir haben 2008 und mein kaffee ist alle! ich mach mich jetzt wieder raus in den schnee und heim und wuensche euch noch einen schoenen abend und einen guten start ab morgen, was auch immer ihr macht…arbeiten, studieren, schlafen.
machts gut,
das war christoph fuer keksrolle.de aus toronto
p.s. viel spass damit:
Gestern war der 1. Dezember, Halbzeit meines Torontoaufenthaltes und Winterbeginn. Der Winter kam hier ganz fies von hinten. 22Uhr gestern war die Welt noch in Ordnung und gegen 1:30 Uhr bedeckte min. 10 cm Neuschnee die Strassen. Das ganze eingepackt in einen kraeftigen Schneesturm vom feinsten.



Aber einen Schritt zurueck. Das letzte Wochenende begann mal wieder mit einem “spontaneous friday” wie ich ihn mittlerweile nenne. Das sind immer jene Freitage wo ich mir am Morgen denke: “ach heute nehm ich mal den laptop mit, um mich nach der arbeit schoen in ein cafe zu setzen.” immer wenn ich das mache, klappt das nie, und es wird immer ein aufregender freitag. Also im prinzip immer genau das gegenteil von dem was passiert, wenn man seit monaten mal wieder zu einem fussballspiel der eigenen mannschaft geht, die dann auch noch verliert und man sich fragt, ob das jetzt daran liegt, dass man selbst da war.
Der letzte freitag begann also mit einem bier mit vielen kollegen im “loose mose”, einer typischen sportbar gleich neben dem buro im herzen von downtown. Nagut es war nicht nur ein bier, da man hier in einer gruppe immer gleich einen Pitcher bestellt. Das sollten wir daheim auchmal einfuehren. Dort wurde ich gefragt, ob ich mit zu einem Americal Footballspiel kommen wolle. Klar! Der Kartenpreis von 30$ schreckte mich zwar anfangs ab, aber da ich noch nie bei einem solchen Spiel war, sollte es egal sein. Gluecklicherweise waren wir spaet dran und das spiel hatte schon begonnen, so dass wir vor der Tuer von einem Sculper eine Karte fuer nur 10$ bekamen (das sind die Typen, die die Karten schwarz verkloppen). Und wir hatten sogar glueck und die Karte war nicht gefaket ![]()



Daheim haette ich wahrscheinlich gesagt, dass wir uns einen Platz mit einer schoenen Aussicht gesucht haben, aber fuer einen Sportfan waere das wohl der denkbar unguenstigste Platz gewesen. Ganz weit weg vom eigentlichen Ort des Geschehens. Das Spiel war mir egal und ich genoss die Atmosphaere im Stadion. Ist schon echt klasse, wie riesig das alles ist und was fuer ein Event selbst ein Footballspiel der Universitaetsliga ist. Tausend Cheerleader, Livebands (es haben Ill Scarlett gespielt) und Liveberichterstattung und alles auf riesigen Leinwaenden uebertragen. Nach diesem Ereignis muss ich sagen, dass Football eine echt lustige Sportart ist: Leute geben Unmengen von Kohle aus, um sich ein Spiel anzukucken, wo ein Spielzug maximal 5-10 Sekunden andauert – ungefaehr so spannend wie ein Film mit Werbeunterbrechung alle 5 Sekunden.
Wir hatten einen tollen Abend, haben viel gelacht und auch manchmal auf das Spiel geachtet ![]()
Da das Spektakel schon gegen 11Uhr zu Ende war, bin ich mal wieder im Horseshoe gelandet und mir noch ne Band angesehen.
Dieses Wochenende zaehlte ganz klar zu den bisherigen Hoehepunkten des Aufenthalts hier: Erstmalig nach 2 Monaten musikalischer Teilabstinenz habe ich mal wieder richtig Musik gemacht. Scott, Dann, Matt und ich haben uns am Samstagabend zu einer gemeinsamen Jamsession im Proberaum von Scotts Freunden von “Bellevue” getroffen. Gespielt wurde alles, was man mit 3 Akkorden spielen kann plus diverse Variationen von ” I will survive”
Ueberraschenderweise konnten alle Anwesenden alle vorhandenene Instrumente spielen, so dass wir Gitarre, Bass und Schlagzeug reihum tauschten und die 4stuendige Session kein bisschen langweilig wurde. Interessant war auch die Location an sich:



Ein ehemaliges Hotelgebaeude komplett mit Proberaeumen ausgebaut. Sowas brauchen wir in Jena und die Proberaumsuche haette ein Ende.
Als die Session vorbei war, war der Schneesturm in vollem Gange.
Wir mussten das Auto freikratzen und ich wurde gluecklicherweise noch heimgefahren.
Ich hoffe, dass sich das bald wiederholt und wuensche euch noch einen schoenen restlichen ersten Advent.
Ciao
Christoph
Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltungsmusik,
Heute mal ein Eintrag unserer Band Solid zum Thema: Weihnachten für umme oder “Wie ich eine Solid-CD gewann”.
Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie oft wir das Wort “Memories” auf dem aktuellen Album “Fishbowl Memories” singen, schreien, schluchzen oder gar weglassen ? Oder welcher Song der nächste in unserer Myspace-Playlist wird? Oder wie man mit einem Screenshot 3 CDs gewinnen kann?
Da haben wir doch was:
Schuess,
Christoph
Tja, lange gabs nichts neues von mir. Die letzten 2 Wochen waren wegen des aktuellen Weihnachtsgeschaeftes recht kurzweilig auf Arbeit, weshalb ich nicht wirklich zu irgendwas anderem gekommen bin. Hier und da ein paar neue Fotos, welches es auch in in der Galerie gibt.
Seit heute ist es in Toronto Winter. Jeder hatte mich bis jetzt gewarnt, doch jetzt ist es wahr geworden. Gestern noch +14 Grad mit Regen, heute alles in weiss und Minusgrade. Waerend ich froestelnd an der Strassenbahnhaltestelle stand und das Verkehrschaos beobachtend auf mein Streetcar wartete, kam ich mit einem sehr netten Australier-Torontonier namens Marc ins Gespraech, der mir auch gleich noch von -40 Grad Celcius-Wintern erzaehlen musste.
Also dann,
eisige Gruesse bis zum naechsten Update.
Christoph
…nun ist die 4. Woche fast vorbei und mal wieder Zeit fuer einen kleinen Statusbericht. Eingelebt bin ich mittlerweile sehr, was ich z.B. daran festmache, dass ich beim allmorgentlichen Besuch in meiner Lieblingskaffeekette nicht mehr sagen muss, was ich gern haette, sondern ich bekomme es einfach
“a small latte?” schallt es mir mittlerweile immer von der bereits grinsenden Verkaeuferin entgegen, sobald ich den Laden betrete. Ob das an meiner Erscheinung, oder einfach meiner auffallenden Kaffeesucht liegt kann ich noch nicht beurteilen – lustig finde ich es trotzdem.
Um den Bezug zur Ueberschrift wieder herzustellen komme ich wieder auf den vorgestrigen Freitag zurueck, den ich zu einem Drittel wie ueblich im Buero und zu einem weiteren Drittel mit Scott und Martin um die Haeuser ziehend verbrachte.
Wir trafen uns Ecke Queen-Street West / Niagra Road bei Brand’s Appartment, wo dieser mit seiner Freundin Julie wohnt. Als ich die Wohnung betrat fuehlte ich mich irgendwie auf Anhieb zu Hause….Musikinstrumente waren in dieser Wohnung genauso praesent wie in meiner Bude in Jena…das war toll. Da eine Telecaster an der Wand, dort ein Fender Combo auf dem Boden, dort ein Keyboard in der Ecke und eine Akkustikklampfe auf dem Sofa. Ich nutzte natuerlich die Moeglichkeit meine bereits eingerosteten Finger wieder etwas ueber die Saiten zu schrubben. Im Gespraech stellte sich dann heraus, dass diese Wohnung so ziemlich das beste ist, was einem Musiker mit Band passieren kann. Drunter wohnt niemand. Zur rechten nebenan auch nicht und die einzige Nachbarin die auf der anderen Seite nebenan wohnt, hat 2 Baeder dazwischen. Deshalb hatte die Band auch bereits im Wohnungzimmer komplett inklusive Schlagzeug geprobt. Als ob das nicht schon genug Luxus waere, nein es kommt noch besser…der Proberaum der Band ist einfach mal genau auf der gegenueberliegenden Strassenseite. Luftlinie 30 Meter. Frechheit! Tja, aber einen Haken hat die Sache doch: im Vergleich zu uns daheim blechen die Leute von “Bellevue” auch etwas mehr als 400$ pro Monat, koennen aber ab 12Uhr mittag bis Mitternacht rein. Ueber unsere Proberaummiete konnten die nur neidisch laecheln. Gesehen habe ich den Raum leider noch nicht, das passiert naechsten Samstag wo wir uns zum gemeinsamen jammen treffen wollen.
Den Abend begannen wir mit einem von Scott mitgebrachtem Sixpack Becks (zu diesem Zeitpunkt war mir der Preis noch nicht bewusst) und diversen anderen kanadischen Bieren und der Diskussion dieser. Unter anderem entbrandte eine Diskussion ueber ein Coffee-Beer, welches in der Runde rum ging und ungefaehr aussah wie bei uns Bibop, nur das da eben Bier und Kafffee gemischt war. Das schmeckte auch garnicht mal so gut!
Nachdem es dann langsam fast halb Mitternacht wurde begaben wir uns auf den Weg in Richtung Horseshoe Tavern. Der aufmerksame Leser merkt, diese Location erwaehnte ich bereits mehrfach. So auch an diesem Abend zog es uns in das Hufeisen, und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, standen wir diesmal sogar auf der Gaesteliste. Zu sehen gabs 2 Bands, wobei die 2. Band, welche mit Scott befreundet waren und denen ich den Gaestelistenplatz zu verdanken habe und eine Vorband namens “Young Rivals“. Ich glaube das schlimmste was eine Band hoeren kann ist, wenn man ihr sagt, dass man die Vorband besser fand als sie. Deshalb behielt ich das fuer mich und kaufte mir TShirt und Demo der jungen Rivalen die einfach mal mit irgendwas retro-rockabilly’n'roll die sehr gut gefuellte Taverne rockten. Die Typen sahen so richtig schoen ehrlich Hippie aus, ohne es sein zu wollen und machten ebenso ehrlich songs die voll ins Blut gingen (Leider ist der erste Song bei MySpace nicht so der Reisser…). Ich positionierte mich im Stereobild mittig und genoss die Show. Ein nettes Gespraech mit dem Bassisten John am Merchstand ueber deren Konzerte, Tour usw. rundeten den Abend ab. Wir schauten uns noch zusammen die Headliner an, die auch sehr gut waren, ich aber eigentlich immer noch zur Vorband abging.
Fazit: Trotzdem ein super Abend, wieder neue nette Leute kennengelernt und neue Musik fuer die Ohren, ganz im Sinne von “Support your local scene”.
Warum aber zur Hoelle die Ueberschrift? Ich machte den grossen Fehler an der Bar etwas zu bestellen was ich kannte….”can I have a Becks?” quasselte ich drauf los, ohne drueber nachzudenken, welchen langen weg die Flasche ueber den Teich bis hinter die Tavernenbar hinter sich hatte. Bier ist hier teuer, aber ich zahle nieeeeee wieder 6,30$ fuer ein verdammtes kleines Becks! So!
Der Samstag begann entsprechend spaet und wurde ausser fuer Einkaufen, Friseur und Relaxen auch fuer nichts sinnvolles genutzt. Die mega Drum’n'Bass Party fuer 25$ Eintritt am Abend schenkte ich mir dann doch und halte zukuenftig ausschau nach Drum’n’ Bass Events der niedrigeren Preisklasse…falls es die gibt.